Der Aaseher Sommer 2001
Der Aaseher Sommer 2001 - Ausgewählte Beiträge



Hilfe für Kinder im Kongo
  Mutoto e.V.

Jugendarbeit im Aaseeviertel
  Runder Tisch

We are the champions!
  Was man eine erfolgreiche Saison nennt



 

Mutoto e.V.

Hilfe für Kinder im Kongo

Gunda Klöpping, freie Journalistin und Tänzerin bei Mutuashi, berichtet über das Hilfsprojekt Mutoto e.V., das der Leiter der Afrikanischen Tanzgruppe, Richard Nawezi, ins Leben gerufen hat.

Gemeinsam mit Hugo Domin und Björn Wagner ist eine Kooperation zwischen Mutoto e.V. und Blau-Weiß Aasee entstanden. Mutoto wird in diesem Sommer von Blau-Weiß Aasee unterstützt: Die Startgelder für den bisherigen "Haiti-Cup" werden den Kindern im Kongo zugute kommen. Wir sagen danke!

Mutoto e.V. stellt sich vor
Wie leben Kinder im Kongo? Welche Möglichkeiten der Hilfe gibt es für die Menschen von Deutschland aus? Welche Ziele verfolgt Mutoto? - Antworten auf diese und andere Fragen geben Vorstand und Mitglieder dieses neugegründeten Vereins am Infostand beim Fußball-Cup und Sommerfest am 18. August. Mit Fotos und Reiseberichten informiert Mutoto über die Situation von Straßenkindern in der Demokratischen Republik Kongo.

Infos geben auch jederzeit gerne unsere Vereinsmitglieder und der Vorstand.
Richard Nawezi (Vorsitzender)
Hoppengarten 4
48147 Münster
e-mail: nawezi@mutuashi.de
Tel./Fax: 0251/234557
www.mutuashi.de

Dr. Franz Raulf (stellvertretender Vorsitzender)
Geschwister-Scholl-Str. 8, in Münster
Tel.: 0251/775245
e-mail:franz.raulf@t-online.de
Claudia Geuer (Kassenwartin)
Haferlandweg 18
48329 Havixbeck
Tel: (0 25 07) 95 20

Ziele
Im November vergangenen Jahres initiierte der in Münster lebende Künstler und Tanzlehrer Richard Nawezi (Dem. Rep. Kongo) die Gründung des gemeinnützigen Vereins Mutoto mit Sitz in Münster. Das Projekt hilft Straßenkindern und Jugendlichen in der Demokratischen Republik Kongo. Der münsterische Verein Mutoto e.V. will durch verschiedene Aktionen und Infoveranstaltungen auf sich aufmerksam machen. Zu den Zielen des Vereins zählt neben der medizinischen und finanziellen Unterstützung von hilfsbedürftigen Kindern auch der Kulturaustausch zwischen Kongo und Deutschland. Wir möchten auch das Bewusstsein für die globale Verantwortung in Deutschland gegenüber Afrika stärken.
Weitere Ziele sind die Information über die Lebensbedingungen der Kinder in der Demokratischen Republik Kongo und die Förderung von kommunalen Partnerschaftsinitiativen zwischen Schulen in Deutschland und Kongo. Zurzeit unterstützen wir die Einrichtungen Bumi, Nuru und "Fondation des servantes de Dieu pour les enfants abandonnés et deminus" in Lubumbashi. Unser Vertreter in Kongo ist Tarcisse Nguz in Lubumbashi, der selbst als Erzieher arbeitet, und vor Ort den Verein repräsentiert und etabliert sowie den Kontakt zu den Behörden, Ansprechpartnern und Einrichtungen pflegt.
Unser Ziel ist allerdings, eine eigene Einrichtung aufzubauen, in der Kinder leben, lernen und auch versorgt werden.

Aktionen

Einige Aktionen hat Mutoto e.V. bereits gestartet bzw. veranstaltet.
• Auf dem Interkulturellen Fest vor dem Stadthaus waren wir mit einem Info- und Essensstand dabei.
• Richard Nawezi ist im Dezember 2000 in Kongo gewesen und hat von dort einen ausführlichen Bericht über sechs Hilfseinrichtung in Lubumbashi mitgebracht.
• Am 30. März 2001 hat Mutoto mit münsterischen Afro-Tanz- und Trommel-Gruppen und der Jugendtheaterwerkstatt Cactus die Benefiz-Party "Drums & Dance" im Pumpenhaus organisiert. Mit dabei war das deutsch-afrikanische Tanzensemble Mutuashi, die tanzanische Tänzerin Stumai Halili, die Gruppe Ujamah und die Band Africa de Luxe sowie Akteurinnen des Mädchen-Tanztheaterstücks "Fett".
• In diesem Jahr wird Mutoto ebenfalls bei vielen Fest dabei sein und über seine Ziele informieren.
• Richard wird in der Brücke einen Vortrag über Mutoto halten (Termin wird noch bekannt gegeben)
Gunda Klöpping


Runder Tisch

Jugendarbeit im Aaseeviertel

Maria Terhorst-Schweifel, Stefanie Ehling und Willy Helming vertreten Blau-Weiß Aasee im Runden Tisch der Aaseestadt. In ihrem Bericht stellen sie die Geschichte sowie den Tätigkeitsbereich dieses Gremiums bis hin zu den aktuellen Aktionen vor.

Am 09. Oktober 1996 trafen sich erstmals Vertreter der Katholischen Pfarrgemeinde St. Stephanus, der Evangelischen Jakobusgemeinde, des SV Blau-Weiß Aasee e.V., des Städtischen Jugendamtes Münster und der Beratungsstelle Süd im Pfarrheim von St. Stephanus. Ziel dieses Treffens war eine Bestandsaufnahme von bestehenden Institutionen und Angeboten für Jugendliche im Aaseeviertel. Folgender Istzustand wurde festgestellt:
• In den Pfarrgemeinden und im Verein bestanden Gruppen, in denen sich Jugendliche regelmäßig trafen.
• Seit April 1996 wurde im Pfarrheim St. Stephanus zweimal wöchentlich ein offener Jugendtreff angeboten, dessen Förderung allerdings auslief.
• Die Jakobusgemeinde baute zu diesem Zeitpunkt ihr Gemeindehaus, in dem auch Räume für Jugendliche eingerichtet werden sollten.
• Auf dem Gelände und in den Häusern unseres Vereins hielten sich fast täglich Jugendliche auf. Diese wurden zu diesem Zeitpunkt geduldet, zumal sie bereitwillig gelegentlich anfallende Arbeiten übernahmen. Die Betreuung und Beaufsichtigung dieser Jugendlichen stellte jedoch eine Belastung der Vereinstätigkeit dar, da keine speziell verantwortlichen Erwachsenen zur Verfügung standen.

Resümee
Trotz bestehender Jugendgruppen in den beiden Pfarrgemeinden und in unserem Verein, fanden sich im Bereich des Aaseeviertels kaum Angebote der offenen Jugendarbeit. Die Erfahrungen des Jugendtreff St. Stephanus und unseres Vereins zeigten jedoch, dass zahlreiche Jugendliche ein Angebot suchten. Es wurde der Beschluss gefasst, dass sich die Teilnehmer dieser Runde in regelmäßigen Abständen zusammensetzten, um an diesen Problemen zu arbeiten. Der "Runde Tisch" war geboren.
Fünf Jahre später - also heute - können wir auf viel Erreichtes zurückblicken. Zahlreiche erfreuliche und erfolgreiche Aktionen mit Kindern und Jugendlichen aus der Aaseestadt wie zum Beispiel große Sommerferienlager, Ferienprogramme, gemeinsame Turniere und Feste sind nur einige Highlights, die aus der intensiven Kooperation entstanden sind.

"Janosch-Café"
Eines der sicherlich bekanntesten Projekte ist das "Janosch-Café", ein Kooperationsprojekt zwischen Blau-Weiß Aasee, der Evangelischen Jakobusgemeinde und der Katholischen Kirchengemeinde St. Stephanus mit der Vereinbarung, diese offene Kinder- und Jugendeinrichtung zu unterstützen. Seit 1997 bietet das "Janosch-Café" täglich nachmittags und abends bis 20:00 Uhr Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Freizeit sinnvoll und mit sozialpädagogischer Begleitung zu gestalten. Im "Janosch-Café" können sie Billard spielen, Kickern, im Internet surfen und chatten oder einfach nur bei guter Musik Leute treffen. Weiterhin finden dort regelmäßige Events wie Video-Abende, Sportturniere, Partys und Konzerte statt.

"Zivilcourage Aaseestadt"

Aktuell hat der Runde Tisch beschlossen, eine Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit zu initiieren. In Anlehnung an den Arbeitstitel der Stadt Münster "Aktionsbündnis für Zivilcourage" wählte der Arbeitskreis als eigenen Titel: "Zivilcourage Aaseestadt". Der Zeitraum für die zu planenden Veranstaltungen sollen die beiden Wochen vor und nach dem Erntedankfest sein, da in allen Ländern und Kulturen in jeweiligen Ausprägungen Erntedank gefeiert wird.

Über jede Unterstützung in den einzelnen Veranstaltungen (u.a. Internationales Kochbuch, Musik, Nachmittag mit Spiel und Sport, Vorträge und Ausstellungen usw.) freuen wir uns, insbesondere, wenn sie von unseren ausländischen Nachbarn im Viertel kommt.
Interessenten melden sich bitte bei einem von uns oder in einer der beiden Pfarrgemeinden.

Für den Runden Tisch in Vertretung für BWA:
Maria Terhorst-Schweifel, Tel.: 75 45 24
Stefanie Ehling, Tel.: 79 01 26
Willy Helming, Tel.: 79 67 15


Was man eine erfolgreiche Saison nennt

We are the champions!

Die Volleyballspielerin Asja Rozitis berichtet über eine märchenhafte Saison. Doch seien Sie versichert, es ging alles sportlich und mit rechten Dingen zu.

Es war einmal eine kleine, etwas unglückliche Damenvolleyballmannschaft. Sie war gerade aus der Bezirksklasse abgestiegen, weil böse Geister ihre Finger im Spiel hatten. Nachdem die kleine Damenmannschaft bitterlich geweint hatte, erschien ihr die gute Fee in Form ihres Trainers Stefan und sagte: Weine nicht, kleine Mannschaft, denn ich werde euch jetzt mit Feuereifer trainieren und wir werden wieder aufsteigen, wenn ihr bereit seid, den Hindernissen, die sich uns bestellen werden, zu trotzen!“ Da schöpfte die kleine Mannschaft Hoffnung und machte sich auf den langen, scheinbar steinigen Weg zum Aufstieg (in den Olymp der Volleyballerinnen = Bezirksklasse).

Zusammenhalt
Beschützt von dem Zauber aller guten Feen und Geister meisterten sie die ersten Spiele problemlos. Dann war zum dritten Spiel die kleine Damenmannschaft auf einmal nicht vollständig und die gute Fee Stefan musste zwei liebe Zwerge namens Oli und Fridde zu Hilfe holen. Sie schlugen sich alle zusammen sehr tapfer … und gewannen.

Doch dann, es gewitterte und stürmte draußen, trat der böse Hexer Olaf von und zu Westbevern auf und sprühte Blitze und Funken vor Zorn. Die kleine Damenmannschaft soll ihn „verpfiffen“ haben. Er wollte zwei Linienrichterinnen für immer verbannen und mit einem Fluch belegen. Auch dieser Gefahr trotzte die kleine Mannschaft, indem sie noch viel besser spielte und gegen Olaf siegte, immer und immer wieder.

Die Wunden, die die kleine Damenmannschaft davontrug (Bänderrisse, kaputte Daumen etc.) machten der guten Fee Stefan Sorgen, aber da erschien ihnen der Zauberer namens Tschakka, der stumm lächelte und etwas Sternenstaub verstreute … und siehe da, die Wunden verheilten auf der Stelle.

Alles schien gut zu laufen, doch dann tauchte der Herold auf und verkündete die Frohe (?) Botschaft, die kleine Damenmannschaft müsse ihr nächstes Spiel am Karnevalssonntag, einem hohen Feier- und Freudentag allerorts, spielen. Alle erblassten, da sie eigentlich an diesem Tag zu Hause sein und der Freude und Trunkenheit huldigen müssten. Sie beratschlagten und beschlossen zu spielen – aber verkleidet. Und so erschienen sie in knielangen, blau-weiß geringelten Socken, Sternenglitzer in den Haaren und Glückszeichen auf den Handflächen. Sie tranken vor dem Spiel einen besonderen Zaubertrank, der verdächtig nach Sekt schmeckte und – siegten auch dann.

Aufstieg
Und so geschah es, dass schon drei Spieltage (oder waren es gar vier?) vor Saisonende die kleine, aber glückliche Damenmannschaft als Aufsteiger feststand. Sie hatte dank ihrer Begabung und der Hilfe der guten Fee Stefan allen Hindernissen getrotzt und ihr Ziel erreicht. Das ganze Königreich des Aasee-Landes feierte mit ihr und der guten Fee. Es gab ein rauschendes (und sehr langes) Fest, wo reichlich Milch und Honig flossen … und diverse a... Getränke.

Und wenn sie nicht gestorben ist, dann würde die kleine Damenmannschaft immer noch feiern, wäre da nicht, ja wäre da nicht die Vorbereitung auf die neue Saison, eine sehr motivierte gute Fee Stefan und ein Trainingswochenende mit sechs Trainingseinheiten in einer Dreifachhalle … Aber alles wird gut, vor allem weil die kleine Damenmannschaft nun stolze Besitzerin eines Co-Trainers ist.

An dieser Stelle möchte die Mannschaft allen begeisterten Zuschauern, Fans und Gönnern für die Unterstützung danken. THANK YOU! Bis zur nächsten Saison!

P.S.: Lieber Stefan, nochmals herzlichen Glückwunsch zu der bestandenen Griechisch-Prüfung!!! Du weißt ja, schon Heraklit sagte: παντα ρει
Auf in die neue Saison, packen wir's …

Asja Rozitis