Der Aaseher Sommer 2005
Der Aaseher Sommer 2005 - Ausgewählte Beiträge


BWA gewinnt Sparda-Award
  UNO-Resolution umgesetzt

Dem Gebäude Leben einhauchen
  Unsere Pläne für das Multifunktionshaus

Neue Herausforderung
  Offene Ganztagsschule

Oldies in Bewegung
  Junge Männer ab 60 dringend gesucht


UNO-Resolution umgesetzt

BWA gewinnt Sparda-Award

Ganz im Zeichen des Breitensports stand am 11. März die Gala „Sport trifft Kultur“ im Düsseldorfer Ständehaus. Sie bildete den Rahmen, in dem das Land Nordrhein Westfalen in Zusammenarbeit mit dem LandesSportBund NRW und mit Unterstützung der Sparda Bank unter dem Motto „Unsere Stars in NRW“ in fünf Kategorien den Sparda-Award an die besten Sportvereine des Landes verlieh.

Die Veranstaltung hatte schon etwas von einer Oscar-Verleihung, als Heide Ecker-Rosendahl den Umschlag öffnete und verkündete: „Und der Gewinner ist: SV Blau-Weiß Aasee!“ Großer Jubel an Tisch 36, der für die Delegation aus Münster reserviert war.

Der Sparda-Award wurde in den Kategorien Mitgliederzuwachs über 60 Jahren, Mitgliederzuwachs bis 18 Jahren, Nachwuchssportler im C- und D-Kader, Internationales Jahr des Sports sowie Mitgliederzuwachs insgesamt vergeben. Der SV Blau-Weiß Aasee hatte sich um den unter allen 20.000 nordrhein-westfälischen Sportvereinen ausgeschriebenen und mit 10.000 Euro dotierten Sonderpreis zum Internationalen Jahr des Sports beworben. In der Ausschreibung hieß es: „Der Sonderpreis wird an einen Verein gehen, der durch seine Aktivitäten die UNO-Resolution zum Internationalen Jahr des Sports und der Sporterziehung 2005 am besten erfüllt bzw. umsetzt. Den Preis erhält der Verein für den Nachweis, dass sein Sportangebot bzw. sein Engagement am Eindrucksvollsten zur Förderung der Bildung, der Gesundheit, der Entwicklung und des Friedens beiträgt.“ Eine komplexe Aufgabenstellung.

Grundlage der Bewerbungsunterlagen ist unser Leitbild, das von der Mitgliederversammlung am 16. Mai 2001 beschlossen wurde. Nahezu Absatz für Absatz wurde durch Texteinschübe verdeutlicht, mit welchen Aktivitäten der Verein das Konzept eines Stadtteilvereins in die Tat umsetzt. Belegt wurden diese Aktivitäten durch umfangreiche Anlagen. Die Bewerbung ist auf unserer Homepage unter

http://www.muenster.org/bw-aasee/
veröffentlicht.

Eine hochkarätig besetzte Jury hatte zunächst aus allen Bewerbungen fünf Vereine für die Preisvergabe zu nominieren. Ihr gehörten an:
Heide Ecker-Rosendahl, Präsidentin des Komitees „Sportland NRW“, als Vorsitzende, Heribert Faßbender, Fernseh-Sportchef des WDR, Prof. Dr. Walter Tokarski, Rektor der Deutschen Sporthochschule Köln, Manfred Stevermann, Vorstandsmitglied der Sparda Bank West eG, Walter Probst, Hauptgeschäftsführer des LandesSportBundes NRW, sowie Werner Stürmann, Abteilungsleiter Sport des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport NRW.

Allein die Tatsache, einer von fünf nominierten Vereinen zu sein, und die damit verbundene Einladung zur Gala nach Düsseldorf, werteten die Verantwortlichen als großen Erfolg. Sie sehen ihren Verein dabei als stellvertretend für die vielen Sportvereine in Münster, in denen ebenfalls sehr gute Arbeitet geleistet wird.

Die Gala am 11. März 2005 im Düsseldorfer Ständehaus / Kunstsammlung K21 machte dann gleich ernst mit ihrem Motto „Sport trifft Kultur“. Denn für die Delegation des SV Blau-Weiß Aasee mit Birgit Runge, Rolf Gerlach, Hugo Domin, Jens Nagl und Björn Wagner begann der Abend mit einer gut einstündigen Führung durch die aktuelle Ausstellung der Kunstsammlung. Und da schaute beispielsweise ein „stark“ behaartes Männerbein mal nicht aus Fußballshorts, sondern aus der Wand.

Die Gala selbst bot ein rasantes Showprogramm von Gesang, über Akrobatik, Rope Skipping und Wushu bis zu Starlight Express. Dazwischen wurden in den verschiedenen Kategorien die nominierten Vereine vorgestellt und die Ehrungen vorgenommen. Über Blau-Weiß Aasee war zu hören: „Aus dem 1972 als Fußballverein gegründeten Verein ist heute ein familienfreundlicher Stadtteilverein mit einem vielfältigen Angebot für alle Bevölkerungsgruppen geworden. Dieser integrative Ansatz spiegelt sich in einem vielfältigen, dynamischen und innovativen Angebotsspektrum z.B. mit suchtpräventiven oder umweltschützenden Projekten.“ Und dann war er da, der Augenblick, in dem Heide Ecker-Rosendahl den Umschlag öffnete. Im Blitzlichtgewitter überreichten Ministerpräsident Peer Steinbrück und Berthold Reinartz, Vorstandsvorsitzender der Sparda Bank West eG, Preis und Urkunde. Gehofft, ja, aber damit gerechnet hatte niemand im Quintett von Aasee.

In der Begründung äußert sich die Jury zur Preisvergabe: „Der SV Blau-Weiß Aasee e.V. hat eindrucksvoll gezeigt, dass seine Aktivitäten weit über das reine Sporttreiben hinausgehen und von hoher gesellschaftlicher Bedeutung sind.“

Der Rest des Abends verging wie im Traum und selbstverständlich viel zu schnell: Smalltalk mit Rudi Völler, Interview mit WDR 2, Diskussion mit Peer Steinbrück und Feier mit den Turbo-Schnecken Lüdenscheid, die den Preis für den höchsten Mitgliederzuwachs insgesamt gewonnen hatten.

Diese Auszeichnung ist für Blau-Weiß Aasee eine große Ehre und ein besonderer Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte. Für die Verantwortlichen bedeutet sie einerseits Anerkennung der bisherigen Anstrengungen, aber auch Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen. Gleichzeitig wissen sie, dass ein solcher Erfolg nicht möglich gewesen wäre, ohne engagierte Mitglieder und Übungsleiter, die die Konzepte im Alltag umsetzen, sie vorleben und mit ihren Ideen den Verein weiterentwickeln.

Deshalb an dieser Stelle ein
herzliches Dankeschön!

Und da dies ein Preis für den gesamten Verein ist und alle etwas davon haben, sollen die damit verbundenen finanziellen Mittel in die Ausstattung des neuen Multifunktionshauses sowie das Richtfest fließen.

Übersicht der Preisträger:

Kategorie „Bester Verein beim Mitgliederzuwachs insgesamt in den Jahren 2001-2004“ (dotiert mit 15.000 EUR)

1. Platz: Turbo-Schnecken Lüdenscheid
2. Platz: Borussia Mönchengladbach
3. Platz: BSG Allianz Köln
4. Platz: Hallen-Sportgemeinschaft Hillmicke
5. Platz: 1. FC Köln

Kategorie „Bester Verein beim Mitgliederzuwachs bis 18 in den Jahren 2001-2004“ (dotiert mit 5.000 EUR)

1. Platz: Borussia Mönchengladbach
2. Platz: Borussia Dortmund
3. Platz: Hallen-Sportgemeinschaft Hillmicke
4. Platz: Alemannia Aachen
5. Platz: Wuppertaler SV

Kategorie „Bester Verein beim Mitgliederzuwachs über 60 in den Jahren 2001-2004“ (dotiert mit 5.000 EUR)

1. Platz: Golfclub Burg Zievel
2. Platz: Borussia Mönchengladbach
3. Platz: TV Eichen
4. Platz: Borussia Dortmund
5. Platz: SV Bayer Wuppertal

Kategorie „Verein mit der höchsten Anzahl hervorgebrachter Nachwuchsleistungssportler im C- und D-Kader im Olympiazyklus 2001-2004“ (dotiert mit 5.000 EUR)

1. Platz: Bayer Leverkusen
2. Platz: OFC Bonn
3. Platz: Bayer Dormagen
4. Platz: Skiklub Winterberg
5. Platz: DEG (Düsseldorf)

In der Kategorie „Internationales Jahr des Sports“ (dotiert mit 10.000 EUR) waren folgende Vereine nominiert:

SV Blau-Weiß Aasee e.V.
Clever Ruder Club e.V.
Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck 1990 e.V.
Wassersportverein Honnef e.V.
VBGS Mülheim an der Ruhr e.V.


Unsere Pläne für das Multifunktionshaus

Dem Gebäude Leben einhauchen

Vom 7. bis 19. März absolvierten Christina Lange und Nathalie Baral ein Praktikum bei Blau-Weiß Aasee. Dabei war natürlich auch der Bau des Multifunktionshauses Thema. Auf der Baustelle trafen die beiden Schülerinnen der Timmermeister Schule Hugo Domin (Vorsitzender), Birgit Runge (Abteilungsleitung Gesundheitssport), Jutta Holtmann (Physiotherapeutin) Tanja von Malottki (Abteilungsleitung Tanzen) und Silke Rommel (Koordination außersportliche Angebote) und informierten sich vor Ort über die geplante Nutzung des Hauses.

Christina Lange:
Wie wir sehen, geht es mit dem Bau des Vereinshauses gut voran. Wann ist mit der Einweihungsfeier zu rechnen?


Hugo Domin:
Anfang Mai ist Richtfest. Nach den Herbstferien, also voraussichtlich im Oktober, soll unser neues Haus mit Leben erfüllt werden. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den Gemeinden und der Aaseebücherei für ihre Unterstützung bedanken. Die Angebote können während unserer momentanen Obdachlosigkeit nur dank dieser Unterstützung fortgesetzt werden.

Christina Lange:
Welche Möglichkeiten bietet das neue Vereinshaus?


Hugo Domin:
Künftig sind ein Multifunktionsraum, ein Psychomotorikraum, Fitness- und Gruppenräume, sowie Jugend- und Mannschaftsräume vorhanden. Alle Räume erhalten behindertengerechte Zugänge. Selbstverständlich denken wir auch an das leibliche Wohl. Darum wollen wir mit dem Bistro ein weiteres Highlight schaffen. Im Büro steht regelmäßig ein Ansprechpartner zur persönlichen Beratung zur Verfügung.

Nathalie Baral:
Können Sie uns einige Informationen zu den Kursangeboten geben?


Birgit Runge:
Im Bereich Gesundheitssport haben wir bereits jetzt ein breit gefächertes Angebot von Pilates über Fitness- und Wirbelsäulengymnastik bis Nordic-Walking. Dieses werden wir um weitere attraktive Kurse, wie Step-Aerobic, Rückenschule, Thai Box, Yoga usw. ergänzen.
Besonders unser Programm für ältere Sportler soll ausgebaut werden. Der erst vor Kurzem eingerichtete Kurs "Fit und aktiv ab 60" findet großen Zuspruch.
Wir sind da offen für jede Anregung, Idee und Wünsche unserer TeilnehmerInnen.

Nathalie Baral:
Wer leitet die Kurse? Wie finde ich das richtige Angebot?


Jutta Holtmann:
Unser Team besteht aus GymnastiklehrerInnen, Dipl.-SportlerInnen, PhysiotherapeutInnen und qualifizierten FachübungsleiterInnen. Wir suchen gemeinsam nach dem geeigneten Kurs, wobei individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Es bestehen außerdem enge Kooperationen mit den Krankenkassen, so dass auch bei medizinischen Indikationen einiges geboten werden kann.

Birgit Runge:
Zur Verstärkung unseres Teams sind wir bemüht, weitere Fachkräfte zu gewinnen. Interessierte können sich jederzeit in unserem Büro melden (Tel.: 0251 - 79 92 19).

Christina Lange:
Gibt es auch spezielle Sportangebote für Kinder und Jugendliche? Was planen Sie?


Tanja v. Malottki:
Wir freuen uns auf einen großzügigen Gymnastik- und Psychomotorikraum mit Spiegelwand, Schwingboden und großen Fensterflächen. In den attraktiven Räumen werden wir Hip Hop, Rope Skipping, Rückenschule für Kinder und andere interessante Kurse für Kinder und Jugendliche anbieten.

Nathalie Baral:
Gelten die Angebote ausschließlich für Mitglieder?


Hugo Domin:
Nein, wir freuen uns natürlich über jedes neue Mitglied, aber an den Kursen können selbstverständlich auch Nichtmitglieder teilnehmen.

Nathalie Baral:
Der Verein wirbt auch mit außersportlichen Aktivitäten. Was heißt das konkret? Können Sie uns dazu etwas sagen?


Silke Rommel:
In den neuen Räumlichkeiten wollen wir bereits bekannte Angebote wie Theater-, Mal-, Sprach-, Musikkurse usw. fortsetzen und ausbauen. Wir sind offen für neue Ideen und freuen uns über jede Anregung. Der Verein lebt von der Kreativität und dem Engagement vieler.
Die Räume können auch angemietet werden zur Nutzung durch Dritte.

Christina Lange:
Danke für das interessante Gespräch.



Offene Ganztagsschule

Neue Herausforderung

Auch Blau-Weiß Aasee beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Offene Ganztagsschule. Über die Chancen, die der Verein hier sieht, informiert Beate Heeg.

Um den gravierenden Mangel an Plätzen zur Schulkindbetreuung zu beheben und gleichzeitig teurere Hortplätze einzusparen, hob die Landesregierung in NRW das Modell der Offenen Ganztagsgrundschule aus der Taufe: Seit dem Beginn des Schuljahres 2003/2004 können die Schulen Betreuungsplätze am Nachmittag anbieten. Bis 2007 soll damit 200.000 Grundschulkindern an ca. 1/3 aller Grundschulen in NRW täglich eine Betreuung bis 16.00 Uhr unter dem Dach der Schule angeboten werden können. Verantwortlich für Organisation und Koordination sind zunächst die Schulen. Sie können Träger der freien Jugendhilfe wie Kindertagesstätten oder Jugendangebote ebenso einbeziehen wie Sportvereine und Musikschulen, kommerzielle Anbieter und Ehrenamtliche.

Auch in der Stadt Münster stieß dieses Angebot von Anfang an auf viel Zuspruch. Mit dem kommenden Schuljahr werden mehr als die Hälfte der Münsteraner Grundschulen eine solche Betreuung anbieten. Der Rat der Stadt Münster beschloss daher, neben den vom Land zur Verfügung gestellten Mitteln zusätzliche Zuschüsse in den Haushalt zu stellen, um die Qualität der Betreuung in der Offenen Ganztagsgrundschule zu steigern und gleichzeitig die Betreuungsbeiträge für junge Familien moderat zu gestalten.

Im Südviertel war die Matthias-Claudius-Schule, die allerdings schon vorher ein ganztägiges Betreuungsangebot vorhielt, von Anfang an dabei. Mit dem kommenden Schuljahr will die Bonhoefferschule in das Programm einsteigen. Zum Schuljahr 2006/2007 wird auch die Johannisschule mit einem Angebot der Offenen Ganztagsschule starten, da die Gelder für die Betreuung in der Elterninitiative Johannis-Kids e.V. dann leider gestrichen werden.
Während BWA in der Matthias-Claudius-Schule neben vielen anderen Anbietern, wie vorher auch, mit seinem Angebot der Sportmotorischen Förderung beteiligt ist, will die Bonhoefferschule ihren Schwerpunkt der "Bewegungsfreudigen Schule" auch im Angebot der Offenen Ganztagsgrundschule fortsetzen. Dazu gehören könnten Schwimm- und Tanzkurse ebenso wie Volleyball- und Fußball-Gruppen, aber auch Angebote wie "Toben und Raufen" oder "Mädchen stark machen". Damit könnte BWA zu einem Hauptanbieter im nachmittäglichen Bereich an der Bonhoefferschule werden.

Wie die Angebote konkret aussehen werden, muss in den nächsten Wochen noch verhandelt werden. Ein Problem für die Sportvereine im Allgemeinen und auch für BWA könnte sein, geeignete ÜbungsleiterInnen für die Zeit zwischen 14.30 und 16.00 Uhr zu finden. Auch wie sich die Mitgliederstruktur des Vereins aufgrund eines solchen Angebotes in der benachbarten Schule auf Dauer verändert, muss sich noch in den nächsten Jahren zeigen: Wird es Abmeldungen geben aufgrund des Angebotes in der Schule - oder werden neue Kinder geworben, etwa beim Wechsel auf die weiterführende Schule?

Trotz aller noch offenen Fragen handelt es sich für BWA um eine reizvolle Aufgabe, die sicherlich einen weiteren Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Trägern und damit in der Vernetzungsarbeit im Südviertel bilden wird.

Beate Heeg


Junge Männer ab 60 dringend gesucht

Oldies in Bewegung

Der neue Kurs "Fit und aktiv ab 60" ist ein voller Erfolg. Hannelore Welte ist jedenfalls von ihrer ersten Begegnung mit Blau-Weiß Aasee begeistert.

Unscheinbar und leicht zu überlesen war die Zeitungsnotiz Anfang Januar. Herzkreislauf-Training für Menschen über 60 wurde darin von BW Aasee in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse angeboten, ein Präventionskurs für bequem gewordene „couch potatoes“. Ein tolles Angebot! Gelesen, angemeldet und nichts wie hin.
So treffen sich seit Mitte Januar jeden Mittwoch neun "junge Alte", wie es auf neudeutsch heißt, zu sportlichem Tun. Zwei männliche Wesen sind auch dabei. Es dürften gerne mehr sein.

Wie aber werden Herz und Kreislauf älterer Menschen trainiert? Nun, die bekömmlichste Sportart ist das Walken, das nachhaltig positiv wirkt auf Blutdruck, Knochendichte, Cholesterin, Immunsystem, Muskulatur und Vitalität. Es schont die Gelenke, birgt ein sehr geringes Verletzungsrisiko und niemand muss über seine Leistungsgrenzen gehen. Und weil es eben ein unübertroffener Gesundheitssport ist, ist Walken Grundlage unseres Kurses.
Aber Walken in der Halle? Ist das nicht langweilig, immer nur Runden zu drehen? Das könnte meinen, wer nicht dabei ist. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kursstunden machen Spaß, jeder ist motiviert und mit Feuereifer dabei. Kein Wunder, denn die Kursleiterin Annette Kriener ist eine wahre Motivationskünstlerin mit einem schier endlosen Repertoire an Variationsmöglichkeiten in der Gestaltung.

Jede Kursstunde beginnt mit einem flotten Aufwärmtraining, das den Kreislauf richtig in Schwung bringt. In den ersten Stunden wurde es verbunden mit dem Kennenlernen aller Namen, natürlich auf sportlich-spielerische Weise, wobei sogar ein wenig Gehirnjogging einfloss. Jetzt gegen Ende des Kurses ist man gut miteinander vertraut.
Nach dem Aufwärmen ist Pulsmessen angesagt. Klar: er ist schon leicht beschleunigt und warm ist einem auch geworden.

Die unterschiedlichsten Einheiten bilden den Kern der Stunde: Ballspiele, Wettkämpfe in Gruppen (die Oldies sind da ganz schön ehrgeizig), Walken mit Musik und ohne, leichtes Zirkeltraining, sogar Würfelspiele: die Zahl der Augen bestimmt die Anzahl der zu walkenden Runden und noch viel mehr. Kondition und Koordination werden spielerisch gefördert. Und immer sind vier As zu beachten: die aufrechte Körperhaltung, die angewinkelten schwingenden Arme, die Atmung, das Abrollen der Füße. Alle sind ständig in Bewegung, außer beim regelmäßigen Pulsmessen. Die Zeit vergeht wie im Fluge und mit einem gewissen Bedauern, dass es schon wieder vorbei ist, absolviert die Gruppe die so wichtige Abkühlphase mit Stretching und Dehnen.

Fazit: Auch älteren Semestern machen Bewegung und sportliche Betätigung Spaß. Darum wünschen wir uns alle sehr, dass aus einem Kurs ein ständiges Angebot des Vereins wird, weil diese Art Training ideal ist für unsere Altersgruppe, sie unserem Leistungsvermögen entspricht und Regelmäßigkeit ein nicht zu unterschätzender Gesundheitsfaktor ist. Zudem könnte ein solcher Bewegungstreff auch zu einem sozialen Fixpunkt werden. Und einig sind wir uns vor allem darin: Annette ist einfach Spitze. Danke, Annette!

Hannelore Welte