Der Aaseher Sommer 2009
Der Aaseher Sommer 2009 - Ausgewählte Beiträge


Abschied von roter Asche
Ein persönlicher Rückblick

Familienzentrum Heilig Geist
Umfangreiches Angebot

Tischtennis mit der Weltmeisterin
Ein ganz neues Gefühl

Viel erreicht und noch viel vor
Integrativer Jugendfußball

Slalom-Skater in der Erfolgsspur
Blau-Weiß Aasee international

Ein persönlicher Rückblick

Abschied von roter Asche

Jahrelang hat sich Blau-Weiß Aasee für die Umgestaltung der Sportanlage Aaseestadt stark gemacht. Die Fußballer freuen sich auf die Kunstrasenplätze. Und doch schwingt bei der Erinnerung an den ehemaligen Ascheplatz etwas Wehmut mit. All die legendären Begegnungen … Die Asche hat Jugendfußballer Henning Müter geprägt. Und so hatte er die Idee, die Aufgabenstellung im Leistungskurs Deutsch, eine Rede zu halten, für einen ganz persönlichen Abschied zu nutzen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben uns heute versammelt um Abschied zu nehmen. Abschied von einem unserer treuesten Begleiter. Nicht von allen warst du der beste Freund, sowie du geliebt wurdest, so wurdest du auch gehasst und verachtet. Hinter deinem Rücken zog man über dich her: „Ich will nicht zu euch kommen, wenn der da ist!“ Und nur die treuesten blieben bei dir.

Doch schauen wir uns deine Lebenszeit noch einmal an. Du bist entstanden in einer neuen, aber noch trostlosen Gegend. Jahre lang warst du einsam, bis du schließlich einen Partner für dein Leben gefunden hattest. Es war 1973. Von nun an ging es los. Du warst ständig unter Freunden und vor allem am Wochenende hast du immer alle zu dir eingeladen. Auch sonntags brauchtest du keine Zeit für Ruhe. Nur im Winter, da hieß es immer: „Der Strom ist so teuer, ich habe ja gar kein Licht und es ist doch immer so früh dunkel.“ Manchmal dachte ich du hättest dich in einen Winterschlaf begeben.

Schließlich 1998 ein heftiger Schicksalsschlag für dich. Das Haus deines Nachbarn brannte, wurde abgerissen und bekam als Nachfolger Container. Fast ein ganzes Jahrzehnt wartetest du auf das neue schöne Nachbarhaus. Und als es endlich da war, warst du leider nicht mehr lange da. Nur knapp zwei Jahre später, im Frühjahr 2008 solltest du schließlich „adieu“ sagen. Ich habe getrauert, viele haben getrauert, doch die Freude war auch groß als es dann soweit war. Denn nun ist neuer Wind angekommen. Da wo du früher gewohnt hast, da wohnt jetzt wer anderes und moderneres. Aber der ist auch noch nicht angekommen. Der lädt nicht alle zu sich ein und sagt: „Sonntagmorgen, zehn Uhr? Kein Problem kommt alle vorbei und wir spielen ein bisschen.“ Kaffee und Kuchen gibt es wie immer nebenan. Auch dein neuer Nachbar ist gar nicht glücklich. Sein Geschäft läuft nicht ohne dich, keiner trinkt mehr morgens um elf Uhr ein Bier. Somit blicken wir doch alle traurig zu dir zurück.

Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich an dich zurückdenke. Deine Haut im Sommer vor Sonnenbrand schon ganz rot, ja sogar schon fast ausgetrocknet. Wir sagten immer, wenn der kein Wasser kriegt, dann verdunstet der uns, aber wie soll denn ein so harter Bursche wie du verdunsten? Manche sagten dein Herz und deine Seele waren so hart, dass sogar deine Haut zu Stein wurde. Und tatsächlich sah sie ja so aus, Pickel so hart wie Stein, die später dann auch zu Löchern wurden und Hornhaut an so gut wie allen Stellen. Wenn man sich mal vor Freude auf dich geschmissen hat oder man geschubst wurde und gegen dich fiel, so hatte man Schürfwunden, blaue Flecken und ja schon fast gebrochene Knochen. Aber gerade das hat dich ja so einzigartig gemacht.

Wie man schon sehen kann, der gepflegteste warst du gewiss nicht. Du galtest als der am schlechtesten Gepflegteste in ganz Münster. Ob das eine Auszeichnung ist? Zu Recht war es aber. Rasiert hast du dich auch so gut wie nie. Dir wuchs das Moos doch schon aus den Ohren heraus. Das hatte nur einen Vorteil: man sah deine rot gebrannte Haut nicht. Die Dusche war für dich auch ein Fremdwort. Warum duschen, wenn es doch Regen gibt? Doch im Sommer, da mussten wir schon manchmal den Wassersprenger auf dich halten. Doch wenn du einmal nass warst, dann hast du es auch ausgenutzt wie kein anderer. Trocknen kanntest du nicht, lieber hast du das Wasser ja noch Stunden auf dir herumgetragen. Wenn man mit Kreide auf dir gemalt hat, ist sie verlaufen.

Im Winter, da war es auch nicht besser. Deine Haut immer noch rot, diesmal nicht vor Sonne, sondern vor Kälte und hart wie eh und je. Den Schnee liebtest du, schade, dass hier so selten welcher liegt. Du legtest dich gerne hinein, du hast ja sogar mal im Schnee geschlafen.

Eins aber, das weiß ich, belastete dich sehr in deinem Leben. Frauen wollten dich oft nicht sehen. Ob es an deinen Piercings lag? Wer hat schon mit Netz verbundene Stangen in der Haut. Oder ob es deine Tätowierung war? Wer lässt sich schon weiße Linien auf die Haut malen? Deshalb waren wohl all diejenigen, die dir Liebe schenkten, Männer. Nur sie wollten gerne bei dir sein, ja sogar auf dir sein und am liebsten Nächte bei dir verbringen, aber du wolltest nicht.

Ich habe noch etwas Asche von dir, so blöd es klingt, doch ich konnte es nicht lassen. Sie liegt in einer Schale in meinem Garten. Ich brauche es einfach als Andenken, als Erinnerung an die schöne Zeit die wir durchgemacht haben, egal ob in guten oder in schlechten Zeiten, egal ob ich bei unseren Spielen gewonnen oder verloren habe, an dir lag es nur selten. Unsere Gegner verfluchten dich, sie sagten mit dir könne man nicht spielen und ich würde nur gewinnen wegen dir. Wir waren einfach ein gutes Team, du und ich.

Jetzt bist du also weg für immer und ich möchte dir noch einmal danken für die wundervollen Stunden mit dir, unser alter Ascheplatz.

Henning Müter

Familienzentrum Heilig Geist

Umfangreiches Angebot

Als Stadtteilverein pflegt Blau-Weiß Aasee vielfältige Kontakte zu Institutionen in Aasee-, Geist- und Südviertel. Das Familienzentrum Heilig Geist ist seit Anfang des Jahres neuer Partner in diesem Netzwerk. Leiterin Margit Koch informiert über die Angebote.

Liebe Vereinmitglieder und Interessierte,

Sie fragen sich sicher warum im Aaseer etwas über das Familienzentrum Heilig Geist steht? Wir sind seit dem Jahr 2008 ein Kooperationspartner Ihres Sportvereines. Was das eine mit dem anderen zu tun hat möchte ich Ihnen hier kurz erläutern.

Unsere Kita Heilig Geist ist seit dem 01.08.2008 ein zertifiziertes Familienzentrum des Landes NRW. Neben den Angeboten für die Kinder und Eltern der Kita gibt es dadurch jetzt zusätzlich Angebote für Kinder und Erwachsene, die in unserem Viertel wohnen. Damit das gelingen kann, sind wir auf Institutionen zugegangen, um sie als Kooperationspartner zu gewinnen.

Im Frühling 2008 haben wir Kontakt zum Vorstand von Blau Weiß Aasee aufgenommen. Von dem Angebot und dem Engagement des Sportvereins beeindruckt, freuten wir uns über das Zustandekommen der Kooperation.
Damit alle Mitarbeiter unserer Kita das Vereinshaus und die Angebotsvielfalt des Vereins kennenlernten, bekamen wir im Sommer 2008 eine Führung durch Beate Heeg. Besonders beeindruckte uns die integrative Selbstverteidigungsgruppe der Kinder. Ein leckeres Abendbrot in Ihrem Bistro bildete den Abschluss.

Verena Roschka ist nun unsere Ansprechpartnerin und Martina Brummel und ich als Leiterin sind die Ansprechpartnerinnen im Familienzentrum für Sie. Unsere Angebote können Sie über die örtlichen Zeitungen oder über unsere Webseite www.familienzentrum-heilig-geist.de erfahren. In unserem Familienzentrum sind alle willkommen.

Unser Familienzentrum hat neben dem Sportverein Blau-Weiß Aasee auch noch andere Kooperationspartner. Sie bieten aus ihrem Arbeitsfeld für Familien entweder Angebote in unserer Einrichtung an, oder wir lotsen die Familien zu den Kooperationspartnern. Hier einige Beispiele:

• Die Beratungsstelle Südviertel e.V. hat zweimal im Monat eine offene Sprechstunde im Familienzentrum.
• Unter Beteiligung externer Bildungseinrichtungen (z.B. Anna-Krückmann-Haus) finden viele Elternabende statt, die speziell auf Erziehungsfragen eingehen (z.B. das Trotzalter).
• Die Tagesmütter des Viertels und die Fachberaterin des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien treffen sich einmal im Monat in den Räumen der Kita.
• Es finden Kurse zur Elternstärkung statt.
• Der Verein alleinerziehender Frauen und Männer organisiert einmal im Monat in unseren Räumen ein multikulturelles Frühstück für alleinerziehende Frauen.
• Mit dem SV Blau Weiß Aasee organisieren wir zurzeit einen Rückenschulungskurs während unserer Kita-Öffnungszeiten.

Themenschwerpunkte im ersten Halbjahr 2009 sind neben einer Sportgruppe Ihres Vereines in unserer Kita z.B. Kochen kinderleicht gemacht, mit Kindern über den Tod sprechen, Filzen, ein Babysitterkurs, eine musisch-rhythmische Kindergruppe.

Vielleicht haben Sie ja Lust uns zu besuchen. Wenn Sie mögen kommen Sie zu unserem Cafe jeden Mittwochmorgen von 8.30 h bis 10.00 h oder jeden zweiten Mittwochnachmittag ab 16.00 h im Gemeindehaus der Gemeinde Heilig Geist. Beim nächsten Sportfest Ihres Vereines werden wir sicher die Möglichkeit eines gegenseitigen Austausches haben

Bis dahin grüße ich Sie im Namen aller Mitarbeiterinnen, Eltern und Kinder des Familienzentrums Heilig Geist.

Margit Koch
Leiterin des Familienzentrums


Ein ganz neues Gefühl

Tischtennis mit der Weltmeisterin

Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren mit und ohne Handicap, Mannschafts- oder Hobbyspieler: Beim offenen Tischtennistreff am Samstag sorgen alle Beteiligten dafür, dass jeder Spaß am Sport hat. In Kooperation mit der Wildemann-Stiftung gab es im März ein ganz besonderes Highlight, denn mit Monika Sikora kam eine mehrfache Welt- und Europameisterin zum Training.

„Die putzt uns sicher von der Platte“ grinste Malte (16), als er erfuhr, dass Monika Sikora als Ehrengast das Tischtennis-Training von Blau-Weiß Aasee besuchen würde. Der Gedanke lag nahe; immerhin schmettert und schnippelt die Rollifahrerin seit über 25 Jahren erfolgreich im Leistungssport. Am 28. März standen in der Halle der Matthias-Claudius-Schule jedoch Spaß am Spiel und Werbung für den integrativen Sport im Mittelpunkt.

Sich mit einer Weltmeisterin und Olympiasiegerin die Bälle zuzuspielen – das war aufregend für alle Teilnehmer des Trainings. Nicht ungewöhnlich ist hingegen die Tatsache, dass die Sportlerin auf der anderen Seite der Platte ein Handicap hat. Seit über einem Jahr ist die Sporthalle der Matthias-Claudius-Schule samstags von 12.00 bis 14.00 Uhr „offen für alle“. Das darf man wörtlich nehmen. Anfänger und Fortgeschrittene jeden Alters und mit oder ohne Handicap sind zum Tischtennis willkommen. So nehmen über die Initiative Lebenshilfe regelmäßig fünf vom Down-Syndrom betroffene junge Erwachsene teil.

Bilanz nach einem Jahr: So soll es sein, so kann es bleiben! Ob Konzentration, Begeisterung oder Ausdauer, jeder bringt sein persönliches Plus ein – und davon profitieren alle. „Nicht die Behinderung, sondern Einsatz und Spielfreude stehen im Vordergrund“, betont Trainerin Sophie Briefs. Gemeinsam mit der noch jungen Wildemann-Stiftung, die den integrativen Sport unterstützt, will sie Vereine und Initiativen ermutigen, sich ebenfalls dieses wertvolle Potential in den laufenden Kursen zu erschließen.

In entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen machten sich Interessierte am 28. März selbst ein Bild, tauschten Fragen, Anregungen und Kontakte aus. Neben Ehrengast Monika Sikora hieß man den Vorsitzenden des Behinderten-Sport Münster, erste Stiftungs-Förderer und Gäste mit und ohne Handicap willkommen.
Fazit des Tages: Die Vielfalt, die Lebendigkeit und die Herzlichkeit des Trainings berührte jeden. Als besonders wertvoll empfindet Sophie Briefs das Feedback einer behinderten Gast-Sportlerin, die sich nun motiviert fühlt, aktiv nach Möglichkeiten der Teilnahme an „normalen“ Programmen zu fragen: „Wir Behinderte warten nicht mehr bis man uns lässt, wir gehen selbstbewusst auf die Vereine zu, das ist ein ganz neues Gefühl!“

Susanne Sparmann

Petra Wildemann,
Vorsitzende der Wildemann-Stiftung
„Die Veranstaltung war aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Als sich ein Elternpaar bei mir persönlich bedankte und sagte, dass mein Vater das auch so gemacht hätte, war es für mich ganz persönlich ein super Dankeschön. Wir haben so viele strahlende Gesichter gesehen. Das hat sehr viel Freude gemacht.“


Integrativer Jugendfußball

Viel erreicht und noch viel vor

Seit sechs Jahren spielen Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap gemeinsam in integrativen Teams Fußball. Aktuell gibt es zwei Mannschaften in verschiedenen Altersklassen. Da eine Teilnahme am regulären Spielbetrieb nicht möglich ist, sind Turniere immer ganz besondere Ereignisse. In diesem Jahr organisiert Blau-Weiß Aasee je ein Turnier in jeder Altersklasse.

Gewonnen hatten am Ende alle Teilnehmer des integrativen Fußballturniers, das der SV Blau-Weiß Aasee für Jungen und Mädchen im Alter von 9-14 Jahren mit und ohne Handicap am Samstag, den 7. März in der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule veranstaltete. Da es nur wenige Mannschaften mit ähnlicher Struktur gibt, sind Turniere für die integrativen Kicker immer ganz besondere Feiertage. Und so ist schon die Vorfreude immer groß, wenn die vier befreundeten Teams vom SC Hörstel, dem TuS Union Mülheim, der Lebenshilfe Gladbeck und des SV Blau-Weiß Aasee aufeinander treffen. In einer Hin- und Rückrunde wurde attraktiver Offensivfußball ohne taktische Zwänge gespielt, von dem sich die zahlreichen Zuschauer, Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte teilweise zu WM-reifem Jubel und Anfeuerungen hinreißen ließen. Getragen von dieser Euphorie konnten die Münsteraner den Heimvorteil nutzen und den sportlichen Vergleich knapp für sich entscheiden.

Unterstützung durch Wildemann Stiftung

Für eine Überraschung sorgte Petra Wildemann von der Wildemann Stiftung (integrierter Sport für Menschen mit und ohne Behinderung), die die Siegerehrung vornahm. Denn zusätzlich zu den Medaillen hatte sie jedem Turnierteilnehmer eine original Autogrammkarte der ehemaligen Frauenfußball-Nationaltorhüterin Silke Rottenberg mitgebracht. Ein schöner Schlusspunkt unter einen gelungenen Nachmittag, an dem das Wichtigste das gemeinsame Fußballerlebnis war

Turnier mit Silke Rottenberg
Am Samstag, den 15. August ab 14.00 Uhr wird die integrative Fußballgruppe 1 (Jahrgang 1994 und älter) ihr Turnier auf der neu eröffneten Sportanlage Aaseestadt durchführen. Erwartet werden u.a. Teams aus Billerbeck, Dorsten, Gladbeck, Mülheim und Kassel.
Auch dieses Turnier wird von der Wildemann Stiftung gefördert. So war es kein Problem, die ehemalige Nationaltorhüterin Silke Rottenberg für diesen Termin zu gewinnen. Vor dem Turnier wird sie mit den beteiligten Mannschaften ein professionelles Aufwärmprogramm durchführen. Im Verlauf des Tages steht sie dann für Elfmeterschießen, Gespräche und Autogrammwünsche zur Verfügung. Zudem wird sie über die Fußball-WM der Frauen informieren, die im Jahr 2011 in Deutschland ausgetragen wird. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, das Turnier zu besuchen und Silke Rottenberg zu treffen. Das genaue Programm wird rechtzeitig vor der Veranstaltung durch Aushang im Multifunktionshaus und im Internet veröffentlicht.

Auf nach Mülheim
Doch zunächst geht es für beide Teams am 23. Mai zu den Turnieren, die Union Mülheim anlässlich des 100jährigen Vereinsbestehens veranstaltet. Die Vorfreude ist schon jetzt enorm, zumal das ältere Team mit Rhenania Eschweiler und der Lebenshilfe Bocholt auf zwei ihnen bislang unbekannte Gegner trifft. Und egal wer am Ende das Turnier gewinnt, ein schöner Tag wird es auf jeden Fall.


Vorgestellt: Die Wildemann Stiftung
Ludwig Wildemann war von 1983 bis 1989 Vorsitzender des SV Blau-Weiß Aasee und bis zu seinem Tod am 10. September 2008 Ehrenvorsitzender. Zudem engagierte er sich in besonders hohem Maß im Behindertensport. Seine Tochter Petra und sein Sohn Christoph haben nun die Wildemann Stiftung gegründet, um die Aktivitäten von Ludwig Wildemann im Behindertensport unter dem Gesichtspunkt der Integration fortzusetzen.

Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, einen eigenen, ergänzenden Beitrag zum Behindertensport zu leisten. Idee ist, dass auch diejenigen, die nicht unbedingt den Zugang zu allen Sportarten haben, diese in Projekten kennen lernen können. Umgekehrt bietet die Stiftung Nicht-Behinderten die Möglichkeit, den Behindertensport nicht nur aus der Zuschauerwarte zu sehen, sondern diesen auch ausprobieren zu können.
Die Stiftung erfüllt ihren Zweck mit dem Durchführen oder der Förderung von Sportveranstaltungen und Sportwettkämpfen, die auch im kleinen Rahmen stattfinden können, damit Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben können. Die Förderung geschieht mit Durchführung von Projekten mit anderen Organisationen oder auch gezielte finanzielle Hilfe oder ehrenamtliche Hilfen. Die Projekte können in Nordrhein-Westfalen, aber auch deutschlandweit oder im Ausland durchgeführt werden.

"Körperliche Behinderungen können uns alle treffen und das jeden Tag", so sagen Petra und Christoph Wildemann. "Daher wäre es wünschenswert, wenn auch Menschen ohne Behinderung im Sport mit Menschen mit Behinderung den Anderen nicht nach dem Verlust einordnen, sondern nach dem was geblieben ist."

Weitere Informationen zur Stiftung und der von ihr geförderten Veranstaltungen (z.B. integratives Golfturnier, Tai Chi für Gehörlose, Segelflug für Blinde, Charity Rallye vom Allgäu nach Amman):
Wildemann Stiftung
Von-Ossietzky-Str. 27
48151 Münster
E-Mail: info@wildemann-stiftung.eu
www.wildemann-stiftung.eu

Blau-Weiß Aasee international

Slalom-Skater in der Erfolgsspur

Mit Freestyle Slalom Skating bietet Blau-Weiß Aasee seit Jahresbeginn eine in Deutschland noch relativ junge Sportart an. Dabei heißt es, mit Inline Skates so kunstvoll und trickreich wie möglich einen Parcours von kleinen bunten Kegeln abzufahren. Wer es selber mal probieren möchte ist herzlich willkommen.

Mit ausgezeichneten Platzierungen begannen die Inline-Slalom-Skater die Saison 2009 in der World Slalom Series und in der German Slalom Series.
Die Auftaktveranstaltung der weltweiten Inline-Slalom-Szene fand in diesem Jahr vom 13. bis 15. Februar in Mönchengladbach statt. Die alljährliche Veranstaltung stand unter dem Motto „Roller-Days 2009“. Bei diesem Event messen sich die besten Fahrer der WSSA (World Slalom Skaters Association) in unterschiedlichen Disziplinen. Dabei werden sowohl Geschwindigkeit im Speed-Slalom Battle, Waghalsigkeit im Slide Contest als auch Geschicklichkeit und Choreografie im Freestyle Slalom Battle bewertet.

Aus sieben europäischen Ländern kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu diesem Internationalen Wettkampf. Vom SV Blau-Weiß Aasee e.V. nahmen die Inline-Slalom-Sakter Jens Brökelmann, Daniel Brüser und Florian Wienstroer teil. Die drei Sportler maßen sich mit 37 anderen Teilnehmern am Freestyle Slalom Battle und errangen hervorragende Ergebnisse sowohl in der German Slalom Series als auch in der World Slalom Series.

So erreichten Daniel Brüser und Florian Wienstroer bei ihrem Debüt auf dem internationalen Parkett, punktgleich den 17. Platz in der World Slalom Series und folgend den 8. Platz in der German Slalom Series. Jens Brökelmann schaffte trotz gesundheitlicher Probleme den 33. Platz in der World Slalom Series und damit den 19. Platz in der German Slalom Series. Herzlichen Glückwunsch!

Der nächste weltweite Event, an dem die Skater des SV Blau-Weiß Aasee e.V. teilnehmen werden, ist die PSWC (Paris Slalom World-Cup) und wird zu Pfingsten in der Hauptstadt Frankreichs stattfinden. Auch hier treffen sich wieder die besten und erfolgreichsten Fahrer der WSSA, um ihr Können und Geschick auf acht Rollen zu beweisen. Dazu wünschen wir den Fahrern des SV Blau-Weiß Aasee e.V. schon jetzt viel Erfolg!

Wer selber einmal unter fachkundiger Anleitung seine Geschicklichkeit auf Inline Skates testen möchte, ist zum sonntäglichen Training in die Sporthalle der Fürstin-von-Gallitzin-Realschule herzlich eingeladen. Für Einsteiger und individuelle Anleitung stehen die Übungsleiter von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr gerne zur Verfügung.
Daniel Brüser