Der Aaseher Sommer 2012
Der Aaseher Sommer 2012 - Ausgewählte Beiträge

Am Anfang war der Fußball
40 Jahre Blau-Weiß Aasee

Aufarbeitung der Geschichte
40 Jahre Blau-Weiß Aasee

Gemeinsam laufen
Von Wettkampf zu Wettkampf

Nationalspielerin am Ball
Floorball

 

40 Jahre Blau-Weiß Aasee

Am Anfang war der Fußball

Seit 1974 ist Horst Bechtloff ununterbrochen Vereinsmitglied und damit einer der "dienstältesten" Blau-Weißen. In der Tat ist er während all der Jahre aktiv gewesen. Ein Rück- und Ausblick im Interview mit Jens Nagl.

Lieber Horst, wir entnehmen Deiner Annonce: Du bist "Fußballer bei Blau-Weiß Aasee seit 1974". Wie kam es dazu?

Als ich von Tübingen zum Jurastudium nach Münster wechselte, suchte ich vor Ort einen Sportverein, in dem neben dem sportlichen auch das soziale Engagement gefördert wurde. Schon als Jugendlicher habe ich leidenschaftlich Fußball in Duisburg in der Bezirksklasse gespielt und war hier auch besonders in der Leichtathletik erfolgreich. Ich hatte Trainingserfahrungen aus mehreren Vereinen. Mit einigen befreundeten Freizeitfußballern bauten wir in Münster eine Mannschaft auf, mit der wir u.a. dann auch an Universitätsmeisterschaften teilnahmen. In dieser Zeit hörten wir von dem soeben gegründeten Verein Blau-Weiß Aasee, der durchaus ambitioniert, aber auch "locker" sei. Hier meldeten wir uns dann in Mannschaftsstärke an und waren natürlich auch stolz darauf, dass wir die vorhandene Fußballmannschaft in mehreren Spielen besiegen konnten. Trotz anfänglicher Rivalitäten haben wir uns im Laufe der Zeit akzeptiert.

Die Siebziger Jahre des Aasee-Fußballs sind den heutigen Mitgliedern nahezu unbekannt. Was ist Dir besonders in Erinnerung geblieben? Welche Erfolge konntest Du feiern?

Ich habe im Sturm und als Libero gespielt.Mit Freude und auch mit etwas Wehmut sehe ich heute den tollen Vereinsplatz. So manche Blessur und Verletzung, die wir uns auf dem alten Ascheplatz holten, zwickt da noch im Nachhinein und man denkt sich, auf so einem Platz hätten die Spielfreude und die Erfolge sich gegenseitig überholt. In der Mannschaft spielten viele Studenten. Das führte dazu, dass die Mannschaft in Examens- und Prüfungszeiten eher mager aufgestellt war und zum Teil nur neun Spieler auf dem Platz kämpften. Wir hatten aber trotz allem einen guten Mannschaftsgeist, der auch durch andere sportliche Aktivitäten und einige schöne Feste gestärkt wurde. Wir wollten keine Profis werden, uns ging es um Freude an Sport und Spiel.

Du bist heute im Ehrenrat des Vereins und stehst uns als Anwalt bei Bedarf zur Seite. Was hat Dich veranlasst, den Verein auch über Deine aktive Laufbahn hinaus zu begleiten?

Die Struktur des Vereins ist bis heute für mich so überzeugend, dass ich dem Verein gerne mit Rat und Tat zur Seite stehe. Bei vielen Gelegenheiten nutze ich die Gelegenheit, von "meinem" Verein Blau-Weiß Aasee zu erzählen und für ihn zu werben.

Der Verein bezeichnet sich selbst gerne als "etwas anders". Kannst Du das nachvollziehen und wie passt das zu Dir?
Das Kontaktangebot und das soziale Bemühen, das weit über die sportlich/fachlichen Aktivitäten hinaus geht und auch den vermeintlich Schwächeren nicht auf der Strecke lässt, ist mir sehr sympathisch. Das versuche ich auch in meinem beruflichen und privaten Leben immer in den Vordergrund zu stellen.

Blau-Weiß Aasee hat sich in 40 Jahren verändert, ist enorm gewachsen. Wie beurteilst Du diese Entwicklung? Worauf ist der Erfolg zurückzuführen, was an Gutem droht dabei verloren zu gehen oder ist bereits verloren gegangen?


Da kann ich auf das oben schon Gesagte verweisen, möchte aber auch auf den intensiven ehrenamtlichen Arbeitseinsatz vieler einzelner Mitglieder hinweisen. Ohne dieses Engagement, an dem sich möglichst viele Mitglieder
beteiligen sollten, geht es nicht. Hierdurch wird vor allem die wunderbare Vielfalt und das breite Interessenspektrum gehalten. In der Vielfalt darf man aber auch nicht den Überblick und den Einzelnen aus dem Auge verlieren. Es darf nicht zu anonym werden, gerade für die Stilleren unter uns.

Du hast uns immer wieder durch Aktionen wie Dein Sonnenblumenlabyrinth und zuletzt die Vortragsreihe "Mein Recht im Alltag" erfreut. Was können wir zukünftig von Dir erwarten?

Bei Bedarf kann ich gern eine weitere Vortragsreihe anbieten und bin offen für Themenvorschläge. Ich bin auch weiterhin für den Verein und seine Mitglieder zur rechtlichen Beratung und Vertretung bereit.
Das Feld, auf dem ich das Sonnenblumen- und Hanflabyrinth angelegt hatte, hat sich in der Zwischenzeit zu einem kleinen Ökolandbetrieb gemausert. Hier wuchs im letzten Jahr mein eigener Bioweizen und meine kleine Schafherde. Und in diesem Jahr, das wird der Frühling zeigen ...

40 Jahre Blau-Weiß Aasee

Aufarbeitung der Geschichte

Seit 2011 ist Eva Lange Mitglied und befasst sich gleich mit einer Mammutaufgabe: Dem Zusammentragen der Vereinsgeschichte. Gar nicht so einfach, wurden doch beim Brand des Vereinsheims im Dezember 1998 alle Unterlagen vernichtet. Hier gibt sie einen Einblick in die Mühen ihrer Recherche.

Wisst Ihr, dass sich der SV Blau-Weiß Aasee nach dem September 1982 vielleicht beinahe aufgelöst hätte? Jedenfalls habe ich im Aktenordner von Wolf Aulich ein Schreiben vom 2. September 1982 an den WTTV (Westdeutschen TischTennisVerband) gefunden, wo sich SV Blau-Weiß Aasee als geschäftsunfähig beschreibt. Der gesamte Vorstand:
1. Vorsitz G. Payonk, 2. Vorsitz Dr. R. Metzmacher, Geschäftsführer Petra Tewes war zurückgetreten. Wolf Aulich musste eine turbulente Zeit bewältigen. Die Ära Wildemann begann.

Woher ich das weiß? Nun, seit April 2011 bin ich - Eva Lange - Mitglied beim SV Blau-Weiß Aasee, und fast als Aprilscherz habe ich mich bei der Mitgliederversammlung im Mai 2011 bereit erklärt, eine Vereinsgeschichte zusammenzutragen. Wie aber kann ich eine Vereinsgeschichte schreiben, wenn von 1972 bis 1998 alle Unterlagen verbrannt sind?

Der Ordner von Wolf Aulich war nur der Beginn meiner „Aktion Wühlmaus“: Vom Vereinsregister der Stadt Münster führte mich die Spur mit Jens Nagl zusammen zum Stadtarchiv in der Speicherstadt. Dort kam mir alles sehr vornehm und respektheischend vor. Hugo Domin muss in seiner Not und Verzweiflung, in Papier und Ordnern zur Vereinsarbeit
zu ersticken, die Idee gehabt haben, aus seiner Garage/Büro dem Stadtarchiv die Aktenordner anzuvertrauen! Wenn ein Vorstand wie Hugo mit einem Beruf, einer Familie und dann so viel Zeit in die geschätzte Vereinsführung steckt, dann ist diese Art der Entsorgung eigentlich eine gute Idee.
… und ich kam mit einer Rieseneinkaufskiste voll mit z.B. Fotos zurück. Die hatte das Archiv abgelehnt. Wie soll so ein steifes Archiv erraten, dass Quittungen vom 27.06.2000 von Stroetmann über DM 1.561,23 (eintausendfünfhunderteinundsechzig- 23/100) für Lebensmittel und vom 28.06.2000 der Fleischerei vom Inselbogen
über DM 207,20/€105,94 für Nackenkoteletts dazu dienten, die Kosten der ersten Vereinsfahrt ins teure Norwegen im Zaum zu halten. Auch den dicken Packen Anmeldungen der Teilnehmerinnen lehnte das Archiv ab! Wie wichtig waren die aus z.B. versicherungsrechtlichen Gründen. Die werde ich retten, bzw. die Namen festhalten. Für mich gab das
nur einen kleinen Einblick in den notwendigen Organisationsaufwand für ein wichtiges Sportereignis in Kristiansand, der Partnerstadt der Stadt Münster.

Wolfgang Hütte riet mir dann, mich an Klaus Zummach zu wenden, den Geschäftsführer aus den Jahren 1980. Klaus übergab mir eine riesige, gelbe Postkiste mit rostigen Aktenordnern, die er im Keller der Uni Münster gehütet hatte. Ich glaube, er war sogar ein bisschen wehmütig und sprach mit viel nachdenklicher Hochachtung von Hugo Domin
und Rolf Gerlach. Klaus ist ein starker Raucher, seine Räucherspuren in meinem Büro wiegen auf, dass mit seiner Hilfe für den Blau-Weiß Aasee sehr wichtige Unterlagen wieder auftauchten, viele Originale und Handschriften zu Sitzungen. Danke schön!

Mein vorerst letztes Opfer beim Betteln um Unterlagen aus der Vergangenheit des SV Blau-Weiß Aasee ist Sophie Briefs. Nach einem 1½ Stunden Telefonat von Frau zu Frau ist es uns nicht schwer gefallen, die nächste Kiste mit Unterlagen bei Jens Nagl zwischenzuparken.

Lieber SV Blau-Weiß Aasee!
Ab und zu radelte ich vor 1998 an den Fertighauskisten vorbei, die Euer Zuhause waren und ich war sehr erschrocken, als ich die verbrannt sah.
… und dann irgendwann stand das Vereinshaus wie Phönix aus der Asche auf. Ich habe mir Gedanken gemacht, welche Kraftanstrengung nötig war, all die Behörden, Vereinsverbände, Vereinsmitglieder unter einen Hut zu bekommen und wie viel Geduld, Schlitzohrigkeit, Einfühlungsvermögen, Überredungskunst und Zielstrebigkeit eingesetzt werden mussten.
Ich gratuliere dem Vorstand und den vielen mir natürlich unbekannten Geistern, die den Verein mit ihrer Begeisterung von 200 in 1982 auf beinahe 2.500 Mitglieder in 2012 haben anwachsen lassen.

Aus meiner Ruhrpottvergangenheit rufe ich dem SV Blau-Weiß Aasee zum 40sten ein herzliches Glückauf zu.

Eva Lange

 

Von Wettkampf zu Wettkampf

Gemeinsam laufen

Lauftreff, Münster Marathon, Silvesterlauf, Ibbenbürener Klippenlauf - Aasees Läufer mit und ohne Handicap sind überall am Start. Über ihre Erfahrungen berichten Annette Erthel und Bernd Höggemeier.

BOAH! Wettkampf! BOAH!!

Beim letzten Münster Marathon 2011 lief Philipp Höggemeier (19 Jahre) begleitet von Frank Lohscheller die letzten 800m bis ins Ziel. Das vorherige Training und der Lauf hatten ihm so viel Spaß gemacht, dass er seit dem mit seinem Vater regelmäßig zum Lauftreff von Blau-Weiß Aasee kommt. Während des Laufs benötigt er Unterstützung, um den Weg zurück zu finden, nicht bei jeder Gelegenheit stehen zu bleiben oder auch, um entgegenkommenden Läufern rechtzeitig auszuweichen. Wird Philipp entsprechend motiviert, hält er das Lauftempo problemlos mit.

Während des Laufs lässt sich Philipp von jedem Mitläufer mehrere Male den Nachnamen bestätigen und fragt nach dessen Alter oder Hausnummer. Besonders wichtig ist ihm die jeweilige Klingelfarbe. Einige Wochen vor dem Silvesterlauf besprachen wir wer am Silvesterlauf am Aasee teilnehmen möchte. Philipp war sofort Feuer und Flamme. Boah! Wettkampf! Boah! Ab dem Zeitpunkt war der Wettkampf sein Thema.

Annette begleitete Philipp beim Wettkampf. Auch Hugo Domin war am Start. Gestartet wurde der Lauf auf der Sentruper Höhe, wo auch nach 2 Runden das Ziel des Laufes lag. Wegen seiner Angewohnheit während des Laufs öfters unvermittelt stehen zu bleiben, starteten wir im hinteren Wettkampffeld. In der ersten Runde überholten wir mehrere Läufer und Läuferinnen. Im Stadion genoss Philipp insbesondere die laute Musik und den Applaus. Doch nach dieser Runde wollte Philipp Pause machen. Es kostete einige Überzeugungskraft ihn zu einer weiteren Runde zu überreden. Der Applaus der Streckenposten und die Anfeuerungen von anderen Teilnehmern motivierten ihn weiter zu laufen. Zusammen mit Hugo und Annette lief er nach knapp 59 Minuten durchs Ziel. Eine super Zeit.

Philipps nächstes großes Ziel ist die Staffel beim Münster Marathon. Annette Erthel hat für Blau-Weiß Aasee zwei Staffeln angemeldet. So können die Staffelläufer, die auf eine Begleitung angewiesen sind, von einem Sportler von Blau-Weiß Aasee begleitet werden.

Bereits jetzt gibt es mehrere Meldungen von behinderten und nicht behinderten Läufern und Läuferinnen. Doch noch sind Startplätze zu vergeben. Trainiert wird für diesen Lauf nach den Osterferien jeden Dienstag um 18.00 Uhr bei Blau-Weiß Aasee.

Auskünfte und Anmeldungen bei Annette Erthel,
Telefon: 0251 795745
E-Mail: a-erthel@muenster.de

Bange machen galt nicht

"Nichts für Warmduscher" - von dieser Bemerkung im Werbeflyer ließen sich Elke Bröcker, Anna Althaus, Annette Erthel und Bernd Höggemeier nicht entmutigen und nahmen am 31. März am 1. Ibbenbürener Klippenlauf teil.

Die 23 km Landschaftslauf, die zum Teil auf dem Hermannsweg zurückgelegt wurden, verlangten den Läufern alles ab, schließlich hatten sie in acht Anstiegen insgesamt 460 m Höhe zu überwinden. Trotzdem kamen sie mit der beachtlichen Zeit von 2:30 ins Ziel. Mit viel Natur und Ausblicken vom Kamm des Teutoburger Waldes bis weit ins Münsterland wurden die Läufer belohnt. Zudem war der Klippenlauf für die vier die ideale Vorbereitung auf das eigentliche Ziel, die Teilnahme am Hermannslauf in etwa vier Wochen.

Gut vorbereitet gingen die Blau-Weiß-Aaseer an den Start, hatten sie sich doch durch die regelmäßige Teilnahme am Lauftreff des Vereins unter Leitung von Annette Erthel gut darauf vorbereitet. Dieser trifft sich jeden Donnerstagabend um 20.10 Uhr am Vereinshaus.

Bernd Höggemeier

 

 

Floorball

Nationalspielerin am Ball

Obwohl sich die Nationalmannschaft der Herren Anfang Februar im Qualifikationsturnier in Münster ihr WM-Ticket sicherte, ist Floorball noch weitgehend unbekannt. Bei Blau-Weiß Aasee geht schon im 3. Jahr ein Damenteam in der Regionalliga auf Torejagd. Kurz vor Saisonschluss grüßt die Mannschaft von der Tabellenspitze und eine Spielerin hat sich in das U19-Nationalteam gespielt. Über den bisherigen Saisonverlauf berichtet Berit Paulsen.

Nach einem grandiosen Saisonabschluss mit dem Erreichen des 4. Platzes im Mai bei den Deutschen Meisterschaften in Weißenfels im vergangenen Jahr, starteten wir am 24. September 2011 in die dritte Saison der Regionalliga Kleinfeld West. Erfreulicherweise sind zwei neue Teams hinzu gestoßen und gegen eines von diesen Teams ging es am ersten
Spieltag auch schon los. Die Damen des DJK Holzbüttgen erwiesen sich dann doch als leichter Gegner und das erste Spiel war nach 40 Minuten sicher mit drei Punkten für BW Aasee entschieden. Auch der zweite Sieg, diesmal gegen einen alten Bekannten - TSV Berkersheim, ließ nicht lange auf sich warten und so knüpften wir an unsere erfolgreiche
vorherige Saison an.

Am zweiten Spieltag in der Halle des ASV Köln trafen wir auf ein weiteres neues Team der Liga. Die Dümptener Füchse konnten als unerfahrenes Team, ähnlich wie die Holzbüttgenerinnen, nicht viel Gegenwehr bieten und wir setzen somit unsere Siegesserie fort. Zum Schluss des Tages hieß der Gegner SSF Bonn, die eine recht verjüngte Mannschaft aufboten, mit der wir in der ersten Halbzeit ein wenig zu kämpfen hatten, schließlich das Spiel aber zu
unseren Gunsten entscheiden konnten. Mit vier Siegen aus vier Spielen führten wir die Tabelle somit an.

Der dritte Spieltag erfolgte ohne unsere Teilnahme, da wir spielfrei hatten. Dort setzte sich die Mannschaft des ASV Köln durch und zog mit uns punktgleich. Weshalb es zum entscheidenden Spiel am Heimspieltag kam. Dieser wurde an ungewohnter Spielstätte in Roxel ausgetragen. Zunächst jedoch spielten wir erneut gegen die Dümptener Füchse, die im Vergleich zum Hinspiel ordentlich gesteigert hatten und die erste Halbzeit für sich entschieden. In der zweiten Halbzeit setzten wir dann die Trainervorgaben um und bauten unser gefährliches schnelles Passspiel auf, was sich auszahlte und den fünften Sieg für unsere Mannschaft bedeutete. Das Spitzenspiel gegen die ASV-Damen, die sich aufgrund ihres ersten Tagessieges (25:1) und unserer zerfahrenen Leistung im ersten Spiel in Sicherheit wägten, endete wie es sich wohl keiner der Zuschauer vorgestellt hatte.

Nachdem der ASV in Führung ging und alles so schien, dass der ASV das Spiel wie ihr voriges gewinnen würde und sich die Tabellenspitze sichern würde, drehten wir den Spieß um und gingen mit 4:1 in Führung. Den Anschlusstreffer
der Gegner erwiderten wir mit einem weiteren Tor und auch das letzte Tor der Kölnerinnen stellte dem Sieg nichts in den Weg. Den Topfavoriten geschlagen und alle anderen Spiele bisher gewonnen waren wir erneut an der Tabellenspitze.

Beim Spieltag in Bonn Ende Februar gelang es uns, erfolgreich den ersten Platz zu verteidigen und zwei Siege mit nach Münster zu bringen. Gegen Bonn war es zwar eng was vielleicht auch daran lag, dass unsere Torhüterin krank zu Hause geblieben war und eine Feldspielerin ins Tor musste. Im zweiten Spiel konnte man gegen die stark verteidigenden Damen aus Holzbüttgen die Defense dann doch das ein oder andere Mal überwinden.

Zum entscheidenden Spieltag kommt es dann am 14. April in Holzbüttgen, an dem es gegen den Tabellenzweiten, den ASV Köln, die bis dato nur ein Spiel verloren haben und vom Torverhältnis besser dastehen, einen ordentliches Spiel abzuliefern heißt, um Erster der Liga zu bleiben. Gelingt dieser Clou, wären wir das erste Team, welches ungeschlagen die Westdeutsche Meisterschaft feiern dürfte! Zudem wäre somit erneut die Teilnahme an den Deutschen Kleinfeldmeisterschaften in Dresden gesichert. Die gute Saisonleistung wird auch dadurch widergespiegelt, dass in der
Scorerwertung auf Platz 1-3 nur Münsteranerinnen stehen.

Berit Paulsen, wird im Mai als Spielerin bei der U19 Weltmeisterschaft in der Slowakei für Deutschland auf dem Spielfeld stehen.

Berit Paulsen