Volleyball: Männer 2: Orientierungslosigkeit in Wattenscheid: SVE Bochum-Grumme vs. BWA
Am Sonntag ging es zum ersten Pflichtspiel des Jahres nach Bochum. Obwohl einige wichtige Spieler (vor allem auf den Außen-Annahme-Positionen) fehlten, machten wir uns voller Elan auf den Weg. Gegen den Tabellenzweiten gab es nichts zu verlieren und die personellen Ausfälle wurden mit einem Aufgebot von gleich drei Zuspielern kompensiert, zusätzlich half Hüne Ole aus. Nach einer regnerischen Anreise nach Wattenscheid brauchten wir etwas, um in die Halle zu finden. Also zunächst das Gebäude selbst, doch dann begann ein beispielloser Suchlauf durch Gänge, Schwimmbad-Kabinen, Treppenhäuser, herauf, herunter, wie in einem dreidimensionalen Labyrinth, bis wir im obersten Geschoss des hohen Gebäudes einen Zugang zur Halle fanden. Wacher durch diese geistige und körperliche Übung starteten wir überraschend gut ins Spiel und führten im ersten Satz bis zum 14:14 kontinuierlich. Das Aufschlagspiel war ungewöhnlich sicher. Unsere Stimmung war ausgeglichen positiv und das Bochumer Spiel noch fehlerbehaftet, sodass wir in manchen Situationen das notwendige Quäntchen Glück zum Punkten nutzen konnten. Dann schlichen sich dicke Fehler ein, die sich auch schon beim Einspielen angedeutet hatten: Die Zuteilung in der Annahme stimmte nicht, ein paar Aufschläge und Dankebälle fielen ins Feld, was für weitere Verunsicherung sorgte. Leider gaben wir diesen anfangs vielversprechenden Satz zu 19 ab, gingen jedoch optimistisch in den nächsten Satz.

Dieser wurde ein spannender Schlagabtausch mit immer wieder wechselnden Führungen. Nach einer Auszeit konnten wir durch gute Blocks, Einsetzen des Schnellangriffs und erhöhte Konzentration einen 5-Punkte-Rückstand in eine 2-Punkte Führung verwandeln. Diese verspielten wir jedoch wieder durch Unkonzentriertheiten und verloren auch den zweiten Satz, diesmal zu 22. Nun lief nicht mehr viel Gutes. Bochum bestrafte dumme Fehler und Zuteilungsprobleme eiskalt, noch 15 Punkte nahmen wir so mit. Hier schließt sich der Kreis der Orientierungslosigkeit. Wir fanden dann relativ schnell aus dem Gebäudekomplex heraus und fuhren nach Haus’. Wieder eine Klatsche, so hatten wir uns den Start ins neue Jahr nicht vorgestellt. Man muss jedoch auch schauen, dass wir in einer sehr ungewöhnlichen Aufstellung gespielt haben und 4 wichtige Angreifer fehlten, die uns mehr Sicherheit im Annahmeriegel und mehr Optionen über Außen gegeben hätten, worüber viele Bälle gespielt werden mussten.

Das wird beim nächsten Kracher gegen Saxonia wieder anders aussehen, wir werden dort zahlreich antreten und das Messer zwischen die Zähne nehmen. Für das Abendspiel „auswärts“ im Hittorf am nächsten Samstag werden wir auf Unterstützung angewiesen sein und daher die Getränkeversorgung der Fans sicherstellen, also kommt vorbei!
 
Kader: Beckmann, Böckmann, Böhmer, Gollata, Hoffmann, Henrichmann, Huda Lindt, Tölle, Vorderwülbecke; Theis (C) - Danke Ole und Micha fürs Aushelfen!
 
Marcel Middendorf, 14.01.2020 22:23 Uhr